Pepi Strobl

Pepi Strobl ist der einzige Ski-Rennläufer, der beim 1. Weltcupstart (Weltcup-Abfahrt Val d´Isère, Startnummer 61) gleich den ersten Weltcupsieg landete. Damit schrieb er Skigeschichte. In seiner ersten Weltcup-Saison 1994/95 wurde Pepi Strobl auf Anhieb Fünfter im Abfahrtsweltcup. In der Saison 1996/97 erreichte der sympathische Tiroler im Gesamt-Weltcup den dritten Platz, in der Einzeldisziplin Super-G wurde er Zweiter und in der Abfahrts-Gesamtwertung Fünfter.

Seither garantiert der zielstrebige Lechtaler für Spitzenplätze im Weltcup. Mit Weltcup-Siegen in allen Disziplinen: Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und P-Slalom zeigt Pepi Strobl sein einzigartiges Allroundkönnen. Neben ihm schafften dies nur ganz wenige Skirennsportler. Bei den Klassikern und größten Rennen ging er als Sieger hervor. Es herrschte Begeisterung bei der WM-Generalprobe in St. Anton als der Tiroler nach einem grandiosen Rennern auf das oberste Siegerpodest stieg. In Wengen gelang es Pepi Strobl, der als technisch brillianter Läufer bekannt ist, das Lauberhorn und alle Gegner zu bezwingen. trotz Schneegestöber und schlechter Startnummer trumpfte er in Kitzbühel auf. Auch der Ritt über die berüchtigten Kamelbuckeln in Gröden ist legendär.

Seine Natürlichkeit hat er sich trotz der Erfolge bis heute bewahrt. An erster Stelle steht nach wie vor seine Familie. Wenn man ihn nach seinen Vorbildern fragt, sagt er wie aus der Pistole geschossen, „meine Eltern“.
Für Trubel hat der Lechtaler nichts übrig. „Ich stehe zwar gerne im Rampenlicht, aber irgendwann muß auch einmal Schluss sein. Ich genieße es, dass ich zuhause meine Ruhe habe und völlig normal leben kann.“ Diese Einstellung ist sicherlich ein grund für seine ständig wachsende Fangemeinde aus aller Welt.


Ein Star zum Anfassen
Bei allen Höhen und Tiefen seiner Karriere ist der Lechtaler immer derselbe geblieben: heimatverbunden, natürlich, ehrlich. Ein Star zum Anfassen. Viel Schnee ist seit seinem ersten Wltcupsieg 1994 in Val d´Isère schon geschmolzen. Damals war der Lechtaler in seiner ersten Weltcupabfahrt mit startnummer 61 zum Sieg gerast. „A star was born“ - einer, der mit seiner unbekümmerten Art für Furore sorgte. Diese Natürlichkeit hat sich der Holzgauer bis heute erhalten.






Strobl schubst Maier vom Thron
Der sympathische Holzgauer pepi Strobl war der große Dominator von Wengen. Während sich der Mitbewerber im Ziel schon als sicherer Sieger fühlte, stahl pepi allen die Show. Mit einem perfekten Lauf holte er sich den Sieg auf der klassischen Lauberhornabfahrt und gewann mit seiner natürlichen Ausstrahlung wieder einmal nicht nur ein Rennen, sondern auch die Herzen der Zuschauer.



Interview mit Pepi Strobl

Gratulation zu deinen Erfolgen - was sind sie für dich wert?
Ich hatte viele schöne Siege in meiner Karriere. Abgesehen von meinem ersten Triumph in Val d´Isère, über den ich mich natürlich wahnsinnig gefreut habe, ist der aktuellste Sieg immer der Schönste.

Viel ist in den Medien über dein Comeback geschrieben worden. Neue Schuhe, neue Ernährung, neues Kraftgerät, neue Trainingsmethoden. Was ist der Hauptgrund für die Leistungsexplosion?
Von allem ein bisschen. Aber das Wichtigste ist das Selbstvertrauen. Wenn das da ist, geht alles wie von selbst.

Wie feierst du deine Siege?
Nach den Rennen gebe ich meistens stundenlang Interviews, der Rummel ist echt enorm. Nach der Siegerehrung fahre ich gerne nach Hause und feiere mit der Familie und Freunden.